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Kopfhaut · 2 min read

Schuppen: trocken oder fettig, und was hilft

Kleine weiße Flocken oder gelbliche, fettige Schuppen? So erkennst du, welche Schuppen du hast, und so pflegst du richtig.

Schuppen sind abgestoßene Hautzellen der Kopfhaut, die so groß werden, dass du sie siehst. Es gibt zwei Typen: trockene Schuppen bei trockener Kopfhaut und fettige Schuppen, an denen oft ein Hefepilz beteiligt ist. Welcher Typ du bist, entscheidet über die richtige Pflege.

Trocken oder fettig? So erkennst du den Unterschied

Trockene SchuppenFettige Schuppen
AussehenKlein, weiß, feinGrößer, gelblich, fettig
VerhaltenRieseln leicht auf die SchulternHaften eher an Kopfhaut und Haar
KopfhautSpannt, fühlt sich trocken anFettet schnell nach, juckt oft, manchmal gerötet
Häufiger AuslöserHeizungsluft, heißes Wasser, aggressive ShampoosViel Talg, ein Hefepilz der Hautflora vermehrt sich

Was bei trockenen Schuppen hilft

  • Ein mildes, rückfettendes Shampoo statt eines stark entfettenden
  • Lauwarm waschen und nicht zu heiß föhnen
  • Pflegestoffe mit Feuchtigkeit, etwa Panthenol oder Glycerin
  • In der Heizperiode auf die Luftfeuchtigkeit achten

Was bei fettigen Schuppen hilft

Hier sind Anti-Schuppen-Shampoos die erste Wahl. Sie enthalten Wirkstoffe, die gegen den beteiligten Hefepilz gerichtet sind. In kosmetischen Shampoos sind das zum Beispiel Climbazol oder Piroctone Olamine. Stärkere Wirkstoffe wie Ketoconazol gibt es als Arzneimittel in der Apotheke.

  • Einwirken lassen: Das Shampoo einige Minuten auf der Kopfhaut lassen, so wie auf der Packung angegeben, dann gründlich ausspülen.
  • Regelmäßig anwenden: Anfangs meist zwei- bis dreimal pro Woche, später seltener zur Pflege.
  • Kein Öl: Öle und reichhaltige Pflege auf der Kopfhaut können fettige Schuppen verstärken.

Shampoos für Kopfhaut und Haar findest du in unserer Kategorie Haarpflege.

Wann du zur Hautärztin oder zum Hautarzt solltest

  • Die Schuppen werden trotz Anti-Schuppen-Shampoo nach einigen Wochen nicht besser.
  • Die Kopfhaut ist stark gerötet, nässt oder schmerzt.
  • Du hast dicke, silbrige, fest haftende Schuppen, etwa am Haaransatz oder hinter den Ohren.
  • Auch im Gesicht, an Augenbrauen oder Nasenflügeln schuppt und rötet sich die Haut.

Dahinter kann zum Beispiel ein seborrhoisches Ekzem oder eine Schuppenflechte stecken. Beides lässt sich gut behandeln, braucht aber eine ärztliche Diagnose.

Häufige Fragen

Sind Schuppen ansteckend?

Nein. Der beteiligte Hefepilz gehört zur normalen Hautflora jedes Menschen.

Führen Schuppen zu Haarausfall?

Schuppen selbst in der Regel nicht. Eine stark entzündete Kopfhaut oder ständiges Kratzen können das Haar aber belasten. Lass hartnäckige Beschwerden abklären.

Hilft häufiges Waschen gegen Schuppen?

Bei fettigen Schuppen kann regelmäßiges Waschen mit einem passenden Shampoo helfen. Bei trockenen Schuppen eher weniger oft und dafür milder waschen.

Fazit

Erst den Typ bestimmen, dann gezielt pflegen: mild und feuchtigkeitsspendend bei trockenen Schuppen, ein Anti-Schuppen-Shampoo bei fettigen. Werden die Beschwerden nicht besser, lass die Kopfhaut anschauen. Wenn es vor allem juckt, lies weiter in Juckende Kopfhaut.