Erblich bedingter Haarausfall: Ursache, Verlauf und Möglichkeiten
Erblich bedingter Haarausfall ist die häufigste Form von Haarausfall. Was DHT damit zu tun hat, wie er verläuft und welche Optionen es gibt.
Erblich bedingter Haarausfall ist die häufigste Form von Haarausfall, bei Männern wie bei Frauen. Die Haarwurzeln reagieren dabei empfindlich auf das Hormon DHT: Die Haare werden von Zyklus zu Zyklus dünner und kürzer, bis lichte Stellen sichtbar werden. Die gute Nachricht: Du kannst einiges für deine Haare tun, von der Kopfhautpflege über Nährstoffe bis zur Haartransplantation.
Was ist erblich bedingter Haarausfall?
Medizinisch heißt er androgenetische Alopezie. „Androgenetisch“ steht für die Kombination aus männlichen Hormonen (Androgenen) und Veranlagung (Genetik). Es geht also nicht um zu viele Hormone, sondern um Haarwurzeln, die empfindlicher auf sie reagieren als bei anderen Menschen.
Welche Rolle DHT spielt
DHT (Dihydrotestosteron) entsteht aus Testosteron mithilfe des Enzyms 5-Alpha-Reduktase. Für den Körper ist es wichtig: Es steuert unter anderem Bartwuchs und Körperbehaarung. In geringen Mengen kommt es auch bei Frauen vor.
Bei entsprechender Veranlagung passiert an bestimmten Stellen der Kopfhaut Folgendes:
- Die Wachstumsphase der Haare wird mit jedem Zyklus kürzer.
- Die Haarwurzeln schrumpfen, die Haare werden feiner und heller.
- Mit der Zeit entstehen sichtbar lichte Bereiche.
So verläuft er bei Männern
Bei Männern beginnt erblich bedingter Haarausfall oft zwischen 20 und 40, manchmal schon früher. Typisch sind Geheimratsecken und ein lichter werdender Oberkopf (Tonsur). Beides kann sich im Lauf der Jahre verbinden. Das Stadium wird häufig mit der sogenannten Hamilton-Norwood-Skala eingeordnet.
So verläuft er bei Frauen
Bei Frauen zeigt er sich meist anders: Das Haar wird vor allem am Scheitel lichter, der vordere Haaransatz bleibt oft erhalten. Viele bemerken es zuerst an einem breiter werdenden Scheitel oder einem dünneren Zopf. Häufig fällt er in den Jahren um die Wechseljahre stärker auf. Weil bei Frauen auch andere Ursachen ähnlich aussehen können, zum Beispiel ein Eisenmangel oder die Schilddrüse, lohnt sich ein genauer Blick auf den Auslöser.
Was du tun kannst
Bei erblich bedingtem Haarausfall zahlt sich eine feste Routine aus. Je früher du dich um deine Haare kümmerst, desto mehr Möglichkeiten hast du.
- Kopfhautpflege von außen: Ein Kopfhautspray mit Procapil pflegt die Kopfhaut direkt am Ansatz und gibt dem Haar mehr Griff. Dazu ein mildes Shampoo, das sanft reinigt, ohne auszutrocknen.
- Nährstoffe von innen: Zink und Biotin tragen zur Erhaltung normaler Haare bei. Bei Männern ist außerdem Sägepalme Bestandteil vieler Haar-Routinen.
- Routine und Geduld: Spray und Nährstoffe täglich, mehrere Monate lang. Beides zusammen gibt es in unserem Haar-Routine-Set für Männer und im Haar-Routine-Set für Frauen.
- Haartransplantation: Eigene Haarwurzeln vom Hinterkopf werden in lichte Bereiche verpflanzt. Mehr dazu in FUE-Haartransplantation, die passende Pflege für danach findest du unter Pflege nach Haartransplantation. Manche Kliniken bieten außerdem PRP an, mehr in PRP-Behandlung bei Haarausfall.
Weitere Sprays und Shampoos findest du in unserer Kategorie Haarausfall.
Wann zur Ärztin oder zum Arzt?
Wenn deine Haare plötzlich stark oder fleckig ausfallen oder du unsicher bist, ob wirklich die erbliche Form dahintersteckt, lass das anschauen. Für medizinische Behandlungen ist deine Hautarztpraxis die richtige Adresse.
Häufige Fragen
Was kann ich bei erblich bedingtem Haarausfall tun?
Ein guter Start ist eine feste Routine: Kopfhautpflege mit Procapil von außen und Nährstoffe wie Zink und Biotin, die zur Erhaltung normaler Haare beitragen, von innen. Lichte Bereiche lassen sich mit einer Haartransplantation auffüllen.
Haben Männer mit viel Testosteron eher Haarausfall?
Nicht automatisch. Ausschlaggebend ist vor allem, wie empfindlich die Haarwurzeln auf DHT reagieren, und das ist zu einem großen Teil erblich.
Von wem erbe ich den Haarausfall?
Die Veranlagung kann von beiden Elternteilen kommen. Ein Blick auf die Familie gibt Hinweise, eine sichere Vorhersage ist aber nicht möglich.
Welches Shampoo passt zu meiner Routine?
Ein mildes Shampoo, das Kopfhaut und Haar sanft reinigt, zum Beispiel unser Sawpoo Shampoo mit Sägepalmextrakt und Biotin. Danach kommt das Kopfhautspray auf die trockene Kopfhaut.
Fazit
Erblich bedingter Haarausfall ist häufig, gut erforscht und kein Grund, sich zu verstecken. Mit einer festen Routine aus Kopfhautpflege und Nährstoffen kümmerst du dich aktiv um deine Haare, und für lichte Bereiche ist eine Haartransplantation eine echte Option. Einen Überblick über alle Formen findest du in Haarausfall: Ursachen und Formen.