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Behandlung & Wirkstoffe · 2 Min. Lesezeit

PRP-Behandlung bei Haarausfall: Ablauf, Studienlage und Grenzen

Was bei einer PRP-Behandlung passiert, was Studien bisher zeigen und womit du rechnen solltest.

Frau im Profil mit glänzendem dunklem Haar im tiefen Dutt vor fliederfarbenem Hintergrund

Eine PRP-Behandlung ist ein ärztliches Verfahren, bei dem aus deinem eigenen Blut ein plättchenreiches Plasma gewonnen und in die Kopfhaut gespritzt wird. Angeboten wird sie in vielen dermatologischen und ästhetischen Praxen, vor allem bei erblich bedingtem Haarausfall. Wie die Behandlung abläuft, was sie kostet und was Studien bisher zeigen: kurz und klar.

Was ist PRP?

PRP steht für „Platelet-Rich Plasma“, auf Deutsch plättchenreiches Plasma. Es ist ein ärztliches Verfahren: Das Plasma enthält viele Blutplättchen und damit Wachstumsfaktoren, von denen man sich eine Wirkung auf die Haarwurzeln erhofft.

So läuft die Behandlung ab

  • Blutabnahme: Dir wird eine kleine Menge Blut abgenommen, ähnlich wie bei einer normalen Blutuntersuchung.
  • Aufbereitung: Das Blut wird in einer Zentrifuge getrennt, um das plättchenreiche Plasma zu gewinnen.
  • Injektion: Das Plasma wird mit feinen Nadeln in die betroffenen Bereiche der Kopfhaut gespritzt.

Meist werden mehrere Sitzungen im Abstand von einigen Wochen empfohlen, später oft Auffrischungen.

Was du realistisch erwarten kannst

  • Studienlage: Einige Studien berichten bei erblich bedingtem Haarausfall über mehr Haardichte, andere finden kaum Unterschiede. Die Studien sind meist klein, und die Verfahren unterscheiden sich stark.
  • Wiederholungen: Damit ein möglicher Effekt anhält, muss die Behandlung in der Regel wiederholt werden.
  • Nebenwirkungen: Möglich sind Schmerzen an den Einstichstellen, Rötungen, Schwellungen und kleine Blutergüsse. Wie bei jeder Injektion gibt es ein geringes Infektionsrisiko.
  • Kosten: Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Behandlung in der Regel nicht.

Für wen kommt PRP infrage?

Angeboten wird PRP vor allem bei erblich bedingtem Haarausfall. Ob es für dich sinnvoll ist, hängt von der Ursache deines Haarausfalls ab. Mehr zur häufigsten Form liest du in Erblich bedingter Haarausfall. Unabhängig davon tut deiner Kopfhaut eine feste Pflegeroutine zu Hause gut, Sprays und Shampoos dafür findest du in unserer Kategorie Haarausfall.

Häufige Fragen

Tut PRP weh?

Die Injektionen können unangenehm sein. Viele Praxen betäuben die Kopfhaut vorher örtlich.

Wie schnell sieht man Ergebnisse?

Wenn sich etwas verändert, dann über Monate. Haare wachsen langsam, deshalb brauchst du Geduld.

Wer führt PRP durch?

Ärztinnen und Ärzte, oft in dermatologischen oder ästhetischen Praxen.

Fazit

PRP wird bei erblich bedingtem Haarausfall angeboten, ihr Nutzen ist aber noch nicht abschließend belegt. Wenn du darüber nachdenkst, lass dich von einer Dermatologin oder einem Dermatologen ehrlich zu Nutzen, Risiken und Kosten beraten.