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Haarausfall · 4 min read

Haarausfall: Ursachen, Formen und was du tun kannst

Warum fallen Haare aus, und wann ist es mehr als normal? Die häufigsten Formen, typische Auslöser und wie du Kopfhaut und Haar jetzt unterstützt.

Frau im bordeauxroten Mantel blickt über die Schulter und hebt ihr Haar am Scheitel

Haare fallen jeden Tag aus, das ist ganz normal. Zum Thema wird Haarausfall, wenn du über Wochen deutlich mehr Haare verlierst als sonst oder dein Haar sichtbar dünner wird. Dahinter stecken meist Gene, Hormone, Stress oder ein Nährstoffmangel. Wenn du die Ursache kennst, kannst du gezielt reagieren.

Wann ist Haarausfall normal?

Als Richtwert gelten bis zu etwa 100 Haare am Tag als normal. An Waschtagen sind es oft mehr, weil sich lose Haare dann auf einmal lösen. Entscheidend ist weniger die genaue Zahl als die Veränderung: Verlierst du über längere Zeit spürbar mehr als sonst, lohnt sich ein genauer Blick. Mehr dazu liest du in Wie viele Haare am Tag sind normal?

So wächst dein Haar

Jedes Haar durchläuft einen Zyklus aus drei Phasen:

  • Wachstumsphase: Das Haar wächst, meist über mehrere Jahre. Der größte Teil deiner Haare ist gerade in dieser Phase.
  • Übergangsphase: Das Wachstum stoppt, die Haarwurzel bildet sich zurück. Diese Phase dauert nur wenige Wochen.
  • Ruhephase: Das Haar sitzt noch einige Monate locker in der Kopfhaut und fällt dann aus. An derselben Stelle wächst ein neues nach.

Viele Formen von Haarausfall entstehen, wenn dieser Rhythmus gestört ist: Zu viele Haare wechseln gleichzeitig in die Ruhephase, oder die Wachstumsphase wird immer kürzer.

Die häufigsten Formen im Überblick

FormTypisches BildHäufige Ursache
Erblich bedingter HaarausfallMänner: Geheimratsecken, lichter Oberkopf. Frauen: breiter werdender Scheitel.Erbliche Empfindlichkeit der Haarwurzeln gegenüber DHT
Diffuser HaarausfallGleichmäßig verteilt über den ganzen Kopf, oft plötzlich stärkerStress, Infekt, Fieber, Geburt, strenge Diät, Nährstoffmangel, Medikamente
Saisonaler HaarausfallMehr Haare im Herbst, geht nach einigen Wochen zurückNatürlicher Haarzyklus
Kreisrunder HaarausfallRunde, glatte kahle StellenDas Immunsystem richtet sich gegen die Haarwurzeln
Haarausfall durch ZugLichte Stellen am Haaransatz oder ScheitelDauerhaft straffe Frisuren, Extensions

Die häufigste Form ist der erblich bedingte Haarausfall. Wie er entsteht, erklären wir in Erblich bedingter Haarausfall. Warum im Herbst mehr Haare ausfallen, liest du in Haarausfall im Herbst.

Typische Auslöser

  • Gene: Die Veranlagung für erblich bedingten Haarausfall wird vererbt.
  • Hormone: Schwangerschaft und Geburt, die Wechseljahre, das Absetzen der Pille oder eine Schilddrüsenerkrankung können Haarausfall auslösen.
  • Stress und Belastung: Starker Stress, eine Operation oder ein fiebriger Infekt zeigen sich oft erst zwei bis drei Monate später als diffuser Haarausfall.
  • Ernährung: Ein Eisenmangel oder eine sehr einseitige Diät können dahinterstecken.
  • Medikamente: Manche Medikamente haben Haarausfall als mögliche Nebenwirkung. Setz sie aber nie eigenmächtig ab.

Übrigens: Haarausfall fühlt sich oft plötzlich an, beginnt aber meist schleichend. Worauf du achten kannst, liest du in frühe Anzeichen erkennen.

Was du selbst tun kannst

  • Schonend pflegen: Mild waschen, sanft entwirren, Hitze und straffe Frisuren reduzieren. So verlierst du nicht zusätzlich Haare durch Bruch.
  • Kopfhaut pflegen: Ein Kopfhautspray wie unser Hairforte Spray bringt die Pflege direkt dahin, wo dein Haar wächst.
  • Nährstoffe im Blick: Dein Haar braucht, was dein ganzer Körper braucht. Zink und Biotin tragen zum Beispiel zur Erhaltung normaler Haare bei – beides steckt in unseren Xpecia Tabletten.
  • Geduld haben: Haare wachsen langsam. Veränderungen siehst du erst nach Wochen bis Monaten, also bleib mit deiner Routine dran.

Wann zur Ärztin oder zum Arzt?

Hält der Haarausfall länger als zwei bis drei Monate an, entstehen kahle Stellen, juckt, brennt oder schuppt die Kopfhaut stark oder kommen Beschwerden wie starke Müdigkeit dazu, lass die Ursache dermatologisch abklären. Oft gehören dazu auch Blutwerte wie Eisen und Schilddrüse.

Häufige Fragen

Kann Stress Haarausfall auslösen?

Ja. Starker Stress kann dazu führen, dass viele Haare gleichzeitig in die Ruhephase wechseln. Sichtbar wird das oft erst zwei bis drei Monate später.

Wächst das Haar wieder nach?

Das hängt von der Ursache ab. Beim saisonalen und beim diffusen Haarausfall wächst es in der Regel nach, sobald der Auslöser vorbei ist. Erblich bedingter Haarausfall verläuft meist schleichend. Umso mehr lohnt es sich, früh auf eine feste Routine für Kopfhaut und Haar zu setzen.

Haben auch Frauen erblich bedingten Haarausfall?

Ja. Bei Frauen zeigt er sich meist anders als bei Männern: Das Haar wird vor allem am Scheitel lichter, Geheimratsecken sind seltener.

Fazit

Haarausfall hat viele Gesichter und fast immer eine erkennbare Ursache. Beobachte, wie sich dein Haar verändert, pflege Kopfhaut und Haar regelmäßig und gib deiner Routine Zeit. Passende Pflege findest du in unserer Kategorie Haarausfall.